Lebenslauf

Lebenslauf Ao. Univ. Prof. Dr. med. Reinhard Weinstabl

Resumé

Reinhard Weinstabl (* 05. April 1958 in Waidhofen/Ybbs) ist ein österreichischer Unfallchirurg und Sporttraumatologe mit dem Spezialgebiet Sportverletzungen und minimal inversive Chirurgie. Er erlangte öffentliche Bekanntheit durch die Behandlung vieler prominenter Patienten aus Sport, Wirtschaft und Politik.

Durch die Weltmedien ging seine Operation der deutschen Tennisikone Steffi Graf im Jahr 1997, nach der sie wieder die Nummer 3 der Welt wurde und ein Grand Slam Turnier (Paris Roland Garros) gewann.

Unter anderem ist Weinstabl auch der Vertrauensarzt vieler Teilnehmer der ORF-Fernsehshow „Dancing Stars“.

Werdegang

Im Anschluss an das Studium der Medizin an der Universität Wien (1977-1983, dabei ab 1979 als Demonstrator und Studienassistent am Anatomischen Institut bei Prof. Dr. Helmut Ferner) mit Promotion 1983 unterrichtete Reinhard Weinstabl als Vertragsassistent am Anatomischen Institut der Universität Wien bei Prof. Dr. Wilhelm Firbas. Im Jahr 1984 folgte eine sechsmonatige Tätigkeit als Turnusarzt im Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus Wien bei Prof. Dr. Johannes Poigenfürst.

In den Jahren 1984 bis 1990 absolvierte er die Ausbildung zum Facharzt für Unfallchirurgie an der I. Universitätsklinik für Unfallchirurgie in Wien bei Prof. Dr. Emanuel Trojan.

Dies enthielt Tätigkeiten an der Allgemeinchirurgie mit Schwerpunkt Gefäßchirurgie sowie Leber- und Abdomialchirurgie an der I. Universitätsklinik für Chirurgie bei Prof. Dr. A. Fritsch (1988), an der II. Universitätsklinik für Chirurgie in Thorax- und Herzchirurgie bei Prof. Dr. Ernst Wolner, an der Universitätsklinik für Neurochirurgie bei Univ. Prof. Dr. Wolfgang Koos (1989) und an der Intensivstation 41 in Anästhesiologie und Intensivpflege bei Prof. Dr. Paul Sporn (1990).

Im Jahre 1993 habilitierte Reinhard Weinstabl sich zum Universitätsdozenten für Unfallchirurgie mit dem Thema „Spannungsverhältnisse der Schultergelenkskapsel bei dreidimensionaler Bewegung im Glenohumeralgelenk“. Im Jahr darauf erlangte er das Additivfach Sporttraumtologie.

Seit 1993 unterhält Weinstabl eine Privatpraxis für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie in der Wiener Privatklinik in der Pelikangasse 15, an der er auch Teilhaber ist.

Im Jahr 2008 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Republik Österreich, Dr. Heinz Fischer, der Berufstitel „Ao. Universitätsprofessor“ verliehen.

Im Jahre 2010 erweitere Weinstabl seine Praxis um das Kompetenzzentrum für Gelenkschirurgie, wo er zusammen mit Dr. Richard Maier, Dr. Paul Stampfl und Dr. Magdalena Materzok-Weinstabl tätig ist.

2015 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Republik Österreich, Dr. Heinz Fischer, das große Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ersten Ranges verliehen.

Spezialgebiete

Zu seinen Spezialgebeiten gehört die Behandlung von Sportverletzungen und Verletzungen des Bewegungsapparates mittels Operativer und Konservativer Behandlungsmethoden wie der Arthroskopischen Chirurgie sowie minimal inversiven Operationstechniken inklusive Prothetik der Schulter, Hüfte und dem Kniegelenk. Er betreibt Zentren für Kernspinresonanztherapie (MBST), Repuls Tiefenstrahlbehandlung und für Physikalische Therapie.

Auslandsaufenthalte

1989
Stipendium für Plastische Chirurgie an der Universität Rio de Janeiro, Brasilien bei Prof. Ivo Pitanguy
Stipendium für Orthopädie an der University Washington in Seattle bei Prof. Sigvard Hanson
Stipendium für Orthopädie an der Universität Toronto / Sunnybrook Hospital, Kanada bei Prof. Joseph Schatzker

1989 – 1990
Stipendium für Orthopädische Chirurgie an der Mayo Clinic Rochester Minnesota, US bei Prof. Robert H. Cofield

Wissenschaftliche Leistungen

Reinhard Weinstabl hat über 250 wissenschaftliche Publikationen und Fachartikel zu den Themen Unfallchirurgie, Sporttraumatologie und traumatologische Radiologie veröffentlicht.

Unter anderem publizierte er im New England Journal of Medicine, World Journal of Surgery, Journal of Bone and Joint Surgery und Clinical Orthopedics and related Research.

Sportmedizinische Funktionen

Seit 1998 ist Reinhard Weinstabl Turnierarzt des Tennisturniers Generali Tennis-Trophy Austrian Indoors. Darüber hinaus ist er Verbandsarzt des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) und des Wiener Tennisverbandes (WTV). Über viele Jahre fungierte Weinstabl als Teamarzt der österreichischen Volleyballmannschaft Vienna HotVolleys. Er ist auch Vertrauensarzt der Thomas Haasmann Judoakademie (Galaxy Judotigers).

Ämter und Mitgliedschaften

Er ist Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie, der Anatomischen Gesellschaft, der Wiener Gesellschaft der Ärzte, der Österreichischen Gesellschaft für Notfallmedizin, der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin, der International Society of Surgeons, der Gesellschaft für orthopädische und traumatologische Sportmedizin (GOTS) und der Society of Sports Medicine and Science in Tennis.

Weiters ist Weinstabl Associate member of the ISSEC, Founding and Ordinary member der International Association of Trauma and Surgical Intensive Care (IATSIC) sowie Mitglied der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA).